4/29/2012

Next-Generation-Zentauren


„Es war einmal vor langer, langer Zeit…“ (Moment, diese Floskel steht bestimmt unter irgendeinem Urheberrechtgedönse…! – Ja deswegen schreibe ich es ja auch in Anführungszeichen! – Ach so, Entschuldigung, dann mach weiter… - Danke, also wo war ich? Ach ja…) 
„Es war einmal vor langer, langer Zeit… ein wunderschöner Frühlingstag. Draußen schien die Sonne erbarmungslos auf die frisch erblühte Flora und die Vögel trällerten ein Lied. Im Hause drinnen hockte ein Mädchen namens Elle. Elle saß in einem luftigen Sommerkleidchen (obwohl sie Kleider eigentlich überhaupt nicht mochte…) auf ihrem Stuhl und starte nach draußen.  Neben ihr stand der kleine Computer und summte vor sich hin. „Langeweile…“, murmelte Elle immer wieder. Ein verräterisches Ploppen holte sie aus ihren Gedanken. Ihre Freundin Livi hatte ihr geschrieben. Sofort machte sie sich daran zu antworten. Livi erzählte von einem Treffen mit ihren Freundinnen, das heute stattfinden sollte. Elle freute sich für sie, war aber traurig, da sie sich heute eigentlich verabreden wollte und weil Livi einfach die Beste und die spontanere von den beiden war, verabredeten sie sich für einige Stunden am Nachmittag. Elles Tag war gerettet. Auch wenn das bedeutete, dass sie mit ihrem Kleid Fahrradfahren musste und ihre Einstellung zu Kleidern wurde ja bereits benannt. Sokam es das… (Stopp! Willst du den Ganzen Post jetzt so schreiben? – Ähm, soll ich nicht? – Nein! – Okay, dann halt nicht!) 

Also die Vorgeschichte kennt ihr ja jetzt. Wo soll ich weiter machen?
Ich hatte also mit Livi ausgemacht, dass ich Picknick Zeugs mitnehmen soll. Gesagt getan. Neben Pflaumensaft und Bechern, landeten auch noch Chips, Tomaten und Kuchen im Korb. Nachdem ich das alles zusammen hatte viel mir siedend heiß ein, dass ich meine Kamera ja noch gar nicht aufgeladen hatte. Also verbrachte ich weitere zwanzig Minuten damit, mein Ladekabel zu suchen. Als ich diese Hürde dann auch genommen hatte war alles bereit zum Abflug. Leider ist mein Reifen vom Fahrrad noch von dem letzten Treffen mit Livi platt. Also nahm ich das von meiner Mom. So ein richtig großes Damenfahrrad mit einem Korb vorne und hinten. Nachdem ich schleudernd durch die Straßen gekreuzt war und ich extra noch einen Umweg genommen hatte, weil ich zu früh los gefahren war, kam ich bei Livi an. Schnell schwangen wir uns auf die Räder und los ging’s. Er fuhren wir zu einem kleinen See in der Nähe von Livi’s Haus. Weil wir den Platz allerdings nicht so toll fanden, beschlossen wir weiter zu fahren. Wir kamen dann auf die Idee zum Buschgraben zu fahren. Der Buschgraben ist eigentlich kein richtiger Fluss, eher so ein Flüsschen oder Bach, der dann in den Buschgrabensee  (Wahnsinn wie die immer alles übertreiben müssen!) mündet. 

„Hier ist es gut. Hier bleiben wir.“, sagte ich während ich bereits im Unterholz rumkurvte.
„Okay, super!“, bevor wir beide sehen konnten in was wir uns eigentlich setzten wollten sprangen wir von den Rädern und… standen in einem Brennnesselfeld. Autsch! Kreischend und mehr hüpfend als laufen, machten wir uns wieder auf zurück auf den Weg. 



Unseren perfekten Picknickplatz fanden wir schließlich unter einem Baum, der nahe an der Mündung stand. Von unserer Decke hatten wir eine super Aussicht auf die kleinen, super süßen und total flaumigen- „It’s so fluffy I gonna die“ Entenküken, welche auf dem See paddelten. Wir packten das Essen aus und Livi machte sich über den Kuchen her, während ich die Gummibärchen in mich rein schaufelte. Die Sonne schien und es wurde immer wärmer. Die Situationen wurden immer komischer. Wie zum Beispiel das Tomaten-Foto-Fail.

Ich hatte eine der kleinen Tomaten auf meine Gabel gespießt und starte sie an, dicht vor die Augen gehalte....

„Okay, Bleib mal so. Ich mache zwei Fotos… erst bist du scharf und die Tomate unscharf…“, Livi verschwand hinter ihrer Kamera und machte ein Foto. Als sie wieder auftauchte starte sie mich ein wenig verwirrt an…
„…dann bist du im Hintergrund unscharf und die Tomate ist im Fokus und… Hö?“
Ich hatte mir die Tomate in den Mund gesteckt, weil ich ja nicht ahnen konnte, was sie vorhatte. Als mir klar wurde, wie ihr Plan aussehen sollte, schaute ich sie schuldbewusst an und fing an zu kauen.
 
Von diesem Moment bekam das Wort „Omnomnom“ seine Bedeutung für unsere Zwecke.
Nachdem wir uns einigermaßen wieder gefasst hatten, lagen wir immer noch kichernd auf der Decke und starten in den blauen Himmel. Livi hatte sich aufgerichtet um was von den Chips zu essen.
„Ah, schau mal! … Unsere Chips!!“, leicht hysterische Stimme ihrer Seitz.
„Hä? Was ist denn…“, ich richtete mich auf und starte auf Augenhöre in den Schlund eines sabbernden Hundes, der auf uns zu gedeckelt kam. Ich sprang auf und rettete mich hinter Livis Rücken, deren einzige Sorge den Chips galt, die gefährlich nahe beim Hund lagen. Der Besitzer hatte nur ein müdes Lächeln und den Standardspruch „Der Will nur spielen!“ für meine verschreckte Persönlichkeit übrig. 

Nach diesem Schrecken musste ich mich erst mal erholen. Und wie? Natürlich mit: Livi auf ein Baumstamm hetzten, der quer über dem Bach lag! Was für ein Spaß…  Bei dieser Gelegenheit machten wir noch ein Paar „Steine ins Wasser schmeiß und Wasser fotografier“-Bilder!








Als wir dann von allem und alles Bilder gemacht hatten, jagten wir noch einem armen Schmetterling hinterher. *stolz auf gutes Foto sei* Außerdem versuchten wir verzweifelt, die Baby Entchen zu fotografieren. Da sie aber rechtzeitig den Turboantrieb zündeten, gelang es uns nicht so gut.




Irgendwann hat aber alles Mal ein Ende. Also packten wir kichernd und gackernd unsere Sieben(tausend!)- Sachen zusammen und machten uns auf den Rückweg. Es war immer noch so warm, wenn nicht sogar wärmer, wie am Vormittag und die Sonne tauchte alles in ein richtig schönes Licht. Totales Sommerferien-feeling-Licht! *seuftz*

Am nächsten Wochenende wird es bestimmt noch toller. Weil Livi und ich zwei ganze Tage zusammen verbringen können! *sich rund und tetraedaförmig freu*
Wenn ihr den Tag noch mal aus Livi’s sicht lesen wollt, geht doch bitte ganz schnell zu ihrem Fotoblog!! Es lohnt sich, wie immer! --> „Catch the Moment“





Wer sich fragt: "Ähm,... wie kommt sie denn mal wieder auf diese überaus freakige Überschrift?"
Ganz einfach: Dieses Wort entstand als Livi und ich auf dem Weg zurück nach Hause waren. Wir fuhren mit den Rädern und stellten unsere Füße auf die Radstange, so das wenn man uns von hinten sah, es wirkte als hätten wir keine Beine, sondern wären eins mit dem Fahrrad. Da es doch diese Fabelwesen gibt, die als Beine so einen Pferdekörper hatten, erklärte ich diese Situation:
"Das ist doch logisch... Wir haben 2012 und sind die Next-Generation-Zentauren. Hufe sind voll Out... Reifen sind total in!"

1 Meinung[en]:

Lichterzählerin hat gesagt…

Muhahahaha, SO ein geiler Bericht!!!!!!!!!! AAAAAAAAAAAAAAAAH!!!!!!!!!!!! *lachflash* Das mit der Tomate - da musste ich schon bei Livi tierischst lachen. Und die BILDER erst!!! Der Schmetterling ist HAMMER *neidisch auf gutes Foto sei*
<3333333

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